Archiv der Kategorie: Bibliothekswesen

University Library Chicago

Heute war ich in der University Library von Chicago. Der Bericht über die Konferenz, bei der ich war, folgt in den nächsten Tagen, aber die Fotos von der Bibliothek wollte ich heute schon einstellen.

Der neue Lesesaal der Bibliothek ist unter einer großen Glaskuppel.

Trotz des Glases ist es darunter nicht konstant überhitzt. Das liegt natürlich zum einen an der Klimaanlage, aber zum anderen auch an der nach oben zunehmenden Beschichtung der Gläser:

Im Lesesaal herrscht so ein sehr gutes Licht- und Raumklima, das einen Ausblick auf die verschiedensten Wetterphänomene ermöglicht.

Unter der Kuppel ist das vollautomatisierte Lager, dass aus Metallkisten besteht, die mehrere Stockwerke tief unter die Erde ragen. 
Die Kisten werden mit einem Kran herausgeholt und automatisch in die Bücherausgabe unter der Kuppel transportiert.


Auch für Archivmaterial und Übergrößen gibt es eine eigene Anlage. Hier bringt der Kran gleich das gesamte Regalelement (ca. 1.4m hoch) nach vorne, dass dann komplett so in die Bücherausgabe transportiert wird.


Die Universität leistet sich dafür übrigens einen eigenen Kranmechaniker, der auf Abruf das System jederzeit warten und reparieren kann.

 

 

Position:E 57th St,Chicago.

9 Stunden Flug

9 Stunden in einem Flugzeug in der Economy können sehr lang sein. Das trifft um so mehr zu, wenn man vorher 4 Wochen lang Nackenschmerzen hatte.

Also hat mich ein kleiner Gadgetwahn gepackt. Folgendes habe ich unter anderem aufgestockt:

  • ein ergonomisches Nackenkissen
  • eine Schlafbrille
  • Noise cancelling Kopfhörer
  • Kompressionsstrümpfe
  • ein EBook-Reader
  • und eine Solar-Powerbank, sollte der Akku des Kopfhörers ausgehen.


Insbesondere der Kopfhörer ist schon sehr praktisch. Sobald man ihn einschaltet, sind die Maschinengeräusche komplett weg. Allerdings werden nur tiefe Geräusche gemildert. Eher hohe Geräusche, wie die Gespräche der Frauen hinter mir, kommen hervorragend durch. Trotzdem ist es so echt viel angenehmer!

Aber:

Braucht man das Zeug wirklich? … Na ja offensichtlich nicht. Das Pärchen neben mir hat die ersten 5 h im Tiefschlaf verbracht. Ansprechen, Anfassen … Rütteln … hat sie nicht geweckt.

Beneidenswert für beide… etwas stressig für meine Blase.

—– Artikel wurde auf meinem iPhone erstellt

Position:Rue du Bel-Automne,Val-Morin,Canadà

Online – Update

Es gibt jetzt WLAN im Flugzeug und da ich immer meine Bonusmeilen verfallen lasse, habe ich sie jetzt mal in 6 h WLAN investiert.

Und …. Das Netz reicht sogar für den Netflix Videostreaming Dienst. Frage mich wie das geht, wenn man gerade über dem Nirgendwo fliegt.

Und natürlich konnte ich so auch ein bisschen arbeiten, meine Mails abfragen und schnell noch meinen Vortrag aktualisieren.

Vorher habe ich meine Zeit mit Videos vom Entertainmentprogramm totgeschlagen. Eher weniger anspruchsvoll…


Zur Mittagszeit war meine Sitzreihe dann wohl komplett im Tiefschlaf und wir haben erst mal das Essen verpasst. Konnte man aber „nachfordern“. Übrigens haben sie wirklich was am Essen gemacht. Beide Mahlzeiten waren so lecker, dass ich am liebsten einen Nachschlag bekommen hätte.

Wobei am Gericht jetzt nix besonderes dran war: Tortellini mit Soße.


Und jetzt sind wir in 50 min da und ich habe noch 60 min WLAN Zeit.

Artikel wurde auf meinem iPhone erstellt

Position:Lake St,,Canadà

Auf nach Columbus – Geburtsstadt von Wendy’s und OCLC

Morgen geht es wieder los zum Weltkongress der Bibliothekarinnen und Bibliothekare.

Diesmal ist der Kongress in der Stadt Columbus in Ohio in den USA.

columbus

Zugegebenermaßen ist das keine Stadt, die üblicherweise auf den Listen der zu besuchenden aufregenden Städte landet. Aber wer weiß, vielleicht offenbart sich mir deren Schönheit in den nächsten Tagen.

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Alles hängt mit allem zusammen. Res is associated with Res – Arbeitstreffen der FRBR-Review-Group und Arbeit am neuen LRM

Heute war noch mal ein richtig anstrengender Tag. 
Die FRBR-Review Group hat sich während der IFLA gleich zu drei Sitzungen getroffen, von der eine Heute gleich den gesamten Tag gedauert hat.
In den letzen Jahren haben wir die verschieden Modelle FRAD, FRBR und FRSAD überarbeitet und in ein gemeinsames Modell gesteckt. Diese Modell hat aktuell den Arbeitstitel: FRBR-LRM (Library Reference Modell). Wobei mir auch BUM (Bibliographic Universe Modell) sehr gefallen hätte. 
Das neue Modell wurde von Pat Riva in einer Session vorgestellt: RIVA, Patand ŽUMER, Maja Introducing the FRBR Library Reference Model
Danach sind wir heute noch mal das gesamte Modell durchgegangen und haben so einige Definitionen noch mal angepasst.:

Besonders schön war allerdings, dass wir uns neben dem Company’s Garden getroffen hatte. So konnte ich noch ein paar der süßen Eichhörnchen besuchen. 

Position:Heerengracht,Cape Town,Südafrika

City Tour 3 – Greenmarket Square

Wir haben noch ganz kurz am
Bo-Kaap gehalten, einem Viertel, in dem sich viele Malaien angesiedelt haben, die ihre alten Häuser pastellfarben gestrichen haben.Dieses Viertel ist wohl einer der ganz wenigen Orte wo eher reiche neben eher armen Menschen leben. Aber wie es überall auf der Welt ist, wird auch dieser Ort gentrifiziert und es stellt sich die Frage wie lange es dort noch eine gemischte Kultur geben wird. 
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Nicht auf den Tafelberg

Ach ja, es ist wohl noch keiner aus dem Kongress auf den Tafelberg gekommen. Entweder ist eine dicke Wolkendecke drauf, oder es ist so viel Wind, dass die Seilbahn nicht fährt. 
Wir wurden dann heute auf einen kleinen Hügel daneben gefahren, wo es ebenfalls eine gute Aussicht gab: 
Und ja es gab wirklich viel Wind und war ziemlich kalt. Meine Winterjacke hat sich also gelohnt! 
 

Position:Heerengracht,Cape Town,Südafrika

City Tour Company’s Garden

Heute hatte ich ein bisschen Zeit und habe eine City Tour gebucht. Der erste Stop war im Company’s Garden an dem auch die Nationalbibliothek liegt: 
Am Freitag habe ich übrigens einen Termin in der Nationalbibliothek. 
In dem Garten war übrigens auch der älteste gepflanzte Baum (1652) von Südafrika, der angeblich von einem Herrn Ribbeck gepflanzt wurde. Und oh Überraschung: es ist ein Birnbaum: 
Neben dem Baum war ein Brunnen, der von einem anderen Baum umwachsen wurde. Der Brunnen funktioniert aber noch einwandfrei: 
Ebenfall im Garten gibt es ein Restaurant, dass einen Teil seines Gemüses im Garten anpflanzt: 

Position:Heerengracht,Cape Town,Südafrika

National bibliographies transformed – Teil 1

Dieses Jahr war das Programm der Bibliography Section sehr spannend. Es gab vier Vorträge, bei denen es um die Auswirkungen der Pflichtablieferung von elektronischen Ressourcen auf Nationalbibliografien ging.

NICHOLSON, Denise Rosemary Legal deposit in South Africa: transformation in a digital world (http://library.ifla.org/id/eprint/1127)

Denise Nicholson aus Südafrika hat über die Bestrebungen das Pflichtablieferungsgesetz um elektronische Ressourcen zu erweitern berichtet.

In Südafrika gibt es seit 1842 verschiedene Arten der Pflichtablieferung, die dazu geführt hat dass es große Sammlungen von Büchern, Zeitschriften, Zeitungen, Karten, Filmen, Ton etc. in den verschiedenen Pflichtablieferungsbibliotheken gib.

 

LICHTENBERGOVÁ, Edita The Czech National Bibliography: new steps to completeness

Czech Republic  New steps o naltional bibliography (http://library.ifla.org/id/eprint/1128)

Edita Lichenbergrova hat über die Entwicklung der Tschechischen Nationalbibliografie berichtet. Wie so viele Nationalbibliotheken hat auch diese eine lange Tradition. So wurden seit Beginn der Bibliographie bis jetzt fünf verschiedene Regelwerke für die Katalogisierung eingeführt. Auch wurden in der Geschichte der Nationalbibliografie die unterschiedlichsten Materialien gesammelt. So wurden Teilweise auch Artikel in Zeitschriften verzeichnet. In den letzten Jahren wurden dann große Aufwände darein gesteckt, die Bibliographie zu vervollständigen. Dabei wurden versucht ein möglichst umfassendes Bild über die Publikationswelt der Tschechei zu bekommen und so auch Dinge zu verzeichnen, die nicht unter das Pflichtablieferungsgesetz fallen. Durch verschiedene Kooperationen konnte so die Abdeckung um 80% verbessert werden.

Als Nationalbibliografie gilt der Katalog. Alle Datensätze werden in einer Datenbank verwaltet, die auch als Gesamtkatalog für die Tschechei fungiert.

Folgen Maßnahmen wurden ergriffen um die Datenbank zu verbessern. Alle Datensätze, die vor 1900 erschlossen wurden, wurden neu Katalogisiert damit sie in der Datenbank besser gefunden werden können. Darüber hinaus dient der Katalog als Register für digitalisierte Werke. In Tschechien muss jedes Digitalisat verzeichnet und mit einer Nationalbibliografie-Nummer versehen werden. So wird sichergestellt, dass Werke nur einmal digitalisiert werden und von anderen nachgenutzt werden können.

Auch wird inzwischen eine große Bandbreite von verschiedenen digitalen Ressourcen abgeliefert. Durch ein „E-Deposit-Tool“ können Verleger die ISBN von neuen Werken inkl. von elektronischen Werken direkt an die Bibliothek melden und dann bei Veröffentlichung über das selbe Tool ihre Publikationen abliefern.

 

Position:Walter Sisulu Avenue,Cape Town,Südafrika