Über das Abnehmen (2) – Essensgewohnheiten ändern

Also meine Blutwerte zeigten Mangelerscheinungen, während mein Bauch, mein Kinn und meine Leber zu viel Fett trugen. Und dann hatte ich es wirklich leid, ständig über meinen Reproduktionsstatus Auskunft geben zu müssen.

Google hatte wohl gemerkt, dass ich unzufrieden war mit meinem Gewicht und zeigte mir regelmäßig Anzeigen für diverse Gewichtsprogramme. Die von Weightwatchers fand ich da am anspruchsvollsten und lud mir die App herunter. Das Abo für enorme 39,90  Euro war ja schließlich auch erst nach 3 Monaten kostenpflichtig. Was mich überzeugt hat, war der Ansatz, dass ich essen konnte was ich wollte und es so eine Art Punkte Budget gab, was ich ausgeben konnte für Essen. Am besten fand ich allerdings, dass Obst und Gemüse 0 Punkte hatte, also quasi kostenlos war und ich davon so viel Essen konnte wie ich wollte. Sollte mich also mal der Hunger packen, konnte ich mir den Magen immer noch mit Karotten voll schlagen. Hat das schon mal jemand probiert? Ich schon! Es dauert ewig… also eigentlich war ich immer müde vom kauen, bevor ich das Gefühl hatte, mein Magen sei endlich richtig voll.

Gleichzeitig habe ich mir so eine Körperwaage gekauft, die anzeigt wieviel Fett man im Körper hat und los ging es. Den Tag über habe ich eigentlich alles gegessen was so in den Weg kam bis meine Punkte alle waren und dann gab es abends nur noch Rohkost mit Dip. Das ist eigentlich ein sehr einfaches Essen… einfach Gemüse in Portionshäppchen schneiden und vor dem Fernseher essen.

Ab dem zweiten Tag war mir klar, dass gutes frisches Gemüse einfach besser schmeckt. Also bin ich den Biomarkt um die Ecke und habe angefangen alles zu kaufen was es so gab und roh zu probieren. Nicht alles schmeckt, aber spannend war es trotzdem.

Durch das Aufschreiben in der App fiel mir dann auch schnell auf, dass die meisten Punkte nicht für das „richtige“ Essen drauf gehen, sondern für das was man dazwischen isst und vor allem was man TRINKT! Alle Tagespunkte mit einem Weingelage zu verballern ist gar kein Problem. Danach kann man sogar noch nach Hause gehen. Zwei Gläser Wein sind gleich ein großes Mittagessen und eine Pizza verbraucht alle Tagespunkte auf einmal.

Der Erfolg war Gewichtsmäßig ziemlich schnell da… eigentlich habe ich schon am zweiten Tag 500g weniger gewogen. Na ja am dritten waren es dann wieder 400g mehr … aber es ging bergab und zwar konstant. Irgendwo zwischen 400 und 800g pro Monat. Also keine Blitzdiät, aber die sollen ja auch nicht wirklich wirken. Dafür hatte ich auch nicht das Gefühl auf etwas verzichten zu müssen, sondern viel mehr jeden Tag neues Essen kennen zu lernen.

Nach ein paar Monaten, konnte ich dann auch so mit den Punkten haushalten, dass ich das Gemüse auch mal mit Käse überbacken konnte:

Man konnte Punkte durch Sport wieder auffüllen, was sich ziemlich verlockend anhörte… wenn man genau nachrechnet muss man aber für ein Glas Cola schon 30min joggen. Also war schnell klar, mit Sport alleine war da nicht viel zu holen.

Warum ich dann trotzdem Sport gemacht habe, folgt im 3. Teil.

 

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