Mit dem *neuen* E-Bike nach Furtwangen

tl;dr: Zuerst schreibe ich ein wenig über mein neues E-Bike und danach stelle ich noch Tourenvorschläge um Furtwangen vor.

Nach vielen Fahrten mit meinem E-Bike in und um Furtwangen und – zwecks Fahrradtransport – von und zu den Bahnhöfen um Furtwangen hat sich leider herausgestellt, dass mein Pedelec, welches eher unter der Klasse „City-Bike“ verkauft wird, nicht schwarzwaldfest ist, sobald man die geteerten Straßen verlässt und über Waldwege unterwegs ist. Es kam also wie es kommen musste: Bei der Abfahrt über einen Schotterweg im Wald – der in diversen Karten als offizieller Radweg gekennzeichnet ist (!) – kam das Hinterrad bei etwas höherer Geschwindigkeit ungünstig gegen einen Stein, was hernach zu einem Platten und einem Achter führte. Da ich ja zudem, wie man so sagt, multilokal wohne, war der Plan klar: Das alte Rad sollte repariert werden und als Stadtfahrrad nach Frankfurt kommen und für Furtwangen musste ein neues Rad her. Ein reinrassiges E-Mountainbike wäre für Ausfahrten im Wald zwar am besten geeignet gewesen, war für mich aber mangels Licht und Gepäckträger nicht praxistauglich. Also war das, was ich wollte, ein Trekking-Rad. Außer breiteren Reifen sollte es noch ein stärkerer Motor sein. Da eine normale Nabenschaltung die kombinierte Kraft des Radfahrers und stärkeren Motors nicht mehr vernünftig übertragen kann, kommt dann nur eine Kettenschaltung, ein stufenloses Getriebe oder eine Rohloff Speedhub in Frage. Mein Wahl fiel letzlich auf das Charger GT nuvinci von Riese & Müller.

Riese & Müller Charger GT
Riese & Müller Charger GT

Das Charger wird auch als schnelles Pedelec in einer 45 km/h-Version angeboten, aber aus den bekannten Gründen sollte es wieder ein 25 km/h-E-Bike sein. Das Charger kommt mit dem Mittelmotor Bosch Performance CX. Am Berg soll Berichten nach die NuVinci®-Schaltung zwar wegen eines leicht schlechteren Wirkungsgrads und weniger weitem Übersetzungsbereich im Nachteil sein, allerdings ist der Komfort der Stufenlosigkeit nicht zu unterschätzen, ebensowenig die Tatsache, dass man die Schaltung sowohl belastet als auch unbelastet schalten kann. In Verbindung mit dem stärkeren Motor führt der geringere Wirkungsgrad zu etwas geringerer Akkulaufzeit, weswegen der größere 500 Wh-Akku angezeigt ist.

Als Bonus sollte es als Steuereinheit für den Motor das größere „Nyon“-Display sein, das unter anderem Offline-Karten mit Navigation bietet. Die Navigation bietet stets drei Routenvorschläge „schnell“, „schön“ und „MTB“ an, ist allerdings mit Vorsicht zu genießen. So kennen die Karten zum Beispiel die immerhin schon dreieinhalb Jahre alte Osthafenbrücke in Frankfurt nicht und bei einer Tour von Friedrichsdorf nach Frankfurt wollte uns die Navigation erst über den gesperrten Dienstweg einer Autobahnbrücke und anschließend durch ein Freibad schicken.

Empfehlenswert ist also, die Möglichkeit zu nutzen, mit einem anderen Radtourenplaner vorher einen GPX-Track zu erstellen und diesen dann auf das Nyon zu laden. Dann funktioniert die Navigation erstaunlich gut!

Unterdessen hat sich übrigens, da ihres leider geklaut wurde, auch Anke ein neues E-Bike angeschafft und zwar von der Marke Ebike. Der Hersteller ist auf Pedelecs spezialisiert und bietet eine große Vielfalt an. Da sie nicht so viel im Schwarzwald unterwegs ist, sollte es für sie wieder ein Stadtfahrrad sein. In der Ebene ist dann auch der Antrieb Bosch Active Line in Kombination mit einer normalen Nabenschaltung völlig ausreichend. Aber auch ihr neues Pedelec wirkt doch deutlich hochwertiger als das vorherige und es fährt sich auch viel besser.

Nachdem ich gestern dann in Frankfurt wieder mit meinem, inzwischen reparierten, alten E-Bike unterwegs war, musste ich dann ganz eindeutig feststellen, dass es im Vergleich zu unseren neuen Rädern halt doch nur „okay“ ist, aber nicht mithalten kann.

Doch nun noch zu den versprochenen Tourvorschlägen. Wie auch beim vorherigen Beitrag ist der Fokus wieder auf Streckentouren von bzw. nach Bahnhöfen im Umkreis von Furtwangen. Die Touren können in Furtwangen zu einer Tour von Bahnhof zu Bahnhof verknüpft werden und ermöglichen so die Möglichkeit der Rückkehr zum Ausgangspunkt mit dem Zug. Beim letzten Mal waren eine Tour von Donaueschingen nach Furtwangen, zwei Varianten von Neustadt nach Furtwangen, eine Tour von Furtwangen nach Freiburg und ein Umweg von Furtwangen nach Freiburg durch das Elztal dabei. Heute möchte ich eine weitere, recht direkte Strecke nach Freiburg vorstellen sowie den Weg von St. Georgen nach Furtwangen.

 

Viel Spaß mit den Touren! Für die schon versprochenen Strecken nach Triberg und Villingen möchte ich die Leser an dieser Stelle noch etwas vertrösten, aber die kommen auch noch. Zudem werde ich noch die ein oder andere Rundtour um Furtwangen zeigen, für die dann auch ein Trekking-Rad von Vorteil ist.